Erfahrungsaustausch der User beim BarCamp auf der GCO
Leipzig. Die blaue Tafel ist der Mittelpunkt des Raumes. Bunte Karteikarten sind darauf angepinnt mit den Themen des Tages. Diese kamen von den Teilnehmern selbst – die Besonderheit einer Unkonferenz. Mit dem Games Camp 09 fand so eine Veranstaltung erstmals im Rahmen der Games Convention statt. Und die Veranstalter sind nicht unzufrieden.
„Am Sonnabend waren sogar mehr Leute da, als angemeldet“, sagte Mitorganisator Frank Huber. Zwar seien noch einige Plätze frei geblieben, aber das sei nicht verwunderlich. „Das Thema ist in der Region noch nicht so bekannt“, erklärt er. Viele Leute wüssten nicht, was eine Unkonferenz überhaupt ist.
Trotzdem habe es hervorragende Beiträge und Diskussionen gegeben. Themen wie iPhone-Games, virtuelle Währungen oder Werbemöglichkeiten in Spielen seien hervorragend angekommen. „Wir hatten schon einige Highlights“, so Huber. Tatsächlich entwickeln sich in kleinem Rahmen engagierte Diskussionen. Selten wird ein reiner Vortrag gehalten, vielmehr entwickeln sich Dialoge, werden Ideen gemeinsam weiterentwickelt. „Der Vorteil ist, dass man sich bei weniger Leuten besser austauschen kann“, sagt Jutta Westphal, die ebenfalls für das Projekt tätig ist.
„Der Erfahrungsaustausch, das ist das Entscheidende“, meinen die ehrenamtlichen Organisatoren, die das Camp aufgebaut haben. Wenn es die Chance gibt, wolle man 2010 auch wieder nach Leipzig kommen, um die Idee einer Nutzerkonferenz noch bekannter zu machen.
Stephan Lohse
